Was ist das DCM-Dateiformat?
Das .dcm-Format wurde für einen spezifischen und spezialisierten Zweck entwickelt: zum Speichern von DICOM-Medizinbildern, die in der Medizin verwendet werden. In .dcm-Dateien befinden sich MRT-Aufnahmen, CT-Aufnahmen oder Ultraschallaufnahmen. Darüber hinaus tragen solche Dateien die Identifikationsdaten des Patienten zusammen mit dem Bild - alles innerhalb einer einzigen Datei archiviert.
Was ist DICOM?
DICOM steht für Digital Imaging and Communications in Medicine (Digitale Bildgebung und Kommunikation in der Medizin). Es ist der Standard für die digitale Bildgebung und den Bildaustausch, der ausschließlich in der Medizin verwendet wird. Er wurde von der National Electrical Manufacturers Association (NEMA) über das DICOM Standards Committee entwickelt und normiert, um die Prozesse des Austauschs und der Interpretation medizinischer Diagnosebild-Daten zu vereinheitlichen.
Er deckt Bilder ab, die mit CT-Scannern, Positronen-Emissions-Tomografie-(PET-)Scannern, MRT-Scannern, digitalen Subtraktionsangiografie-Systemen, digitalen oder konventionellen Radiografie-Geräten und jeglicher anderer Ausrüstung mit fortschrittlicher digitaler Bildgebungstechnologie aufgenommen werden. Die Auflösung der in .dcm-Format gespeicherten Bilder ist sehr hoch, und solche Dateien haben ein großes Volumen. Zum Öffnen ist entsprechende Software erforderlich - ein Viewer muss die eingebetteten Metadaten zusammen mit den Pixeldaten korrekt analysieren.
Eine .dcm-Datei beginnt mit einer 128-Byte-Präambel (typischerweise alles Nullen), gefolgt von der ASCII-Signatur DICM bei Byte-Offset 128. Einige ältere DICOM-Dateien lassen diese Präambel weg, sodass das Fehlen von DICM nicht beweist, dass die Datei kein DICOM ist. Auf von Krankenhäusern ausgestellten CDs und DVDs werden Bilder häufig ohne Dateiendung gespeichert, geordnet unter einem DICOMDIR-Index. Das Format kann auch mit der Erweiterung .dicom oder .ima erscheinen - alle bezeichnen dieselbe Struktur.
Informationen in .dcm-Dateien können problemlos zwischen Geräten übertragen werden, die dieses Format unterstützen.
Sicherheit
RISIKO: MEDIUMEine DICOM-Datei selbst ist passive Bilddaten und führt keinen Code aus, daher ist das Öffnen eines Scans aus dem eigenen Krankenhaus sicher. Das eigentliche Anliegen ist DATENSCHUTZ: .dcm-Dateien betten identifizierbare Patientendaten (vollständiger Name, Geburtsdatum, ID, manchmal Adresse) in den Metadaten ein. Bevor Sie einen Scan öffentlich, in einem Forum oder für die Forschung teilen, verwenden Sie die Anonymisierungs-/De-Identifizierungsfunktion eines Viewers, um diese Tags zu entfernen. Öffnen Sie DICOM-Dateien nur, wenn Sie sie von einer legitimen medizinischen Quelle erhalten haben; behandeln Sie unerwartete 'medizinische' Dateien, die Sie online erhalten, mit derselben Vorsicht wie jeden unbekannten Download.
Formatdetails
kurz gefasstProgramme zum Öffnen von DCM-Dateien
Technische Details
technische Spezifikation| Dateisignatur | `DICM` (4 ASCII-Bytes) bei Byte-Offset 128 - nicht am Dateianfang |
| Präambel | 128-Byte-Block (typischerweise alles Nullen), unmittelbar vor den `DICM`-Magic-Bytes platziert |
| MIME-Typ | `application/dicom` |
| Tag-Kodierung | Daten werden als numerische (Gruppen-, Element-)Tag-Paare gespeichert - z. B. `(0008,0060)` = Modalität, `(0010,0010)` = Patientenname |
| Value Representation (VR) | Der explizite VR-Modus deklariert den Datentyp pro Tag; implizites VR (Legacy) leitet den Typ aus dem DICOM-Datenwörterbuch ab |
| Transfer-Syntaxen | Unkomprimiertes explizites VR Little Endian (Basis), plus JPEG, JPEG-LS, JPEG 2000, RLE Lossless und MPEG-Video |
| Pixeldaten-Tag | `(7FE0,0010)` speichert rohe oder komprimierte Bildpixeldaten |
| Multi-Frame-Unterstützung | Eine einzelne `.dcm`-Datei kann mehrere Bildframes einschließen - z. B. Cine-Loops, CT-Stapel oder MRT-Serien |
| Patienten-Metadaten | Patientenname `(0010,0010)`, Patienten-ID `(0010,0020)` und Geburtsdatum `(0010,0030)` sind als Pflichtattribute eingebettet |
| Medienverzeichnisindex | `DICOMDIR` indiziert eine Menge von `.dcm`-Dateien auf Wechselmedien wie CD, DVD oder USB |
| Byte-Reihenfolge | Little-Endian standardmäßig; die Big-Endian-Transfer-Syntax wurde 2021 vom DICOM Standards Committee als veraltet eingestuft |
| Strukturiertes Berichtswesen (SR) | DICOM-SR-Objekte kodieren kodierte klinische Befunde und Messungen und erweitern das Format über Pixelbilder hinaus |
| Netzwerkdienste | Der DICOM-Standard definiert DIMSE-Dienste (C-STORE, C-FIND, C-MOVE) für die Dateiübertragung zwischen Bildgebungsgeräten und PACS-Systemen |
| Modalitätsbereich | CT, MRT, PET, Ultraschall, Röntgen, Mammografie, Fluoroskopie, Nuklearmedizin und Angiografie |
| Erweiterungsaliase | Dasselbe Binärformat kann als `.dicom`, `.dcm30` oder `.ima` erscheinen; Krankenhaus-Medien speichern Dateien oft ohne Erweiterung |
| Veröffentlicht | 1993 (DICOM 3.0); predecessor ACR-NEMA 1985 |
| Offener Standard | Ja · lizenzgebührenfrei |
| Spezifikation | www.dicomstandard.org |
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