Was ist das RAW-Dateiformat?
.raw (Raw Image Data) ist eines der beliebtesten Dateiformate für minimal verarbeitete Bilder, die von digitalen Kameras aufgenommen werden. Eine .raw-Datei speichert Bilddaten, die direkt vom Kamerasensor aufgezeichnet werden, mit wenig oder keiner kamerainternen Verarbeitung.
RAW-Grafikdateien gelten weithin als das beste Format zum Speichern fotografischer Bilder, da das Format rohe Sensordaten ohne verlustbehaftete Komprimierung und ohne destruktive kamerainterne Verarbeitung bewahrt, was hochwertige Dateien ergibt. Benutzer können das Bild für Belichtung, Weißabgleich und viele andere Aspekte nicht-destruktiv mit professioneller Bearbeitungssoftware anpassen.
.raw-Dateien zeichnen sich durch ein breites Tonspektrum, das Fehlen verlustbehafteter Komprimierung (einige Varianten verwenden intern verlustfreie Komprimierung) und eine Tiefe von 12 oder 14 Bit pro Kanal aus - im Vergleich zu JPEGs 8 Bit pro Kanal. Diese zusätzliche Bittiefe gibt Editoren deutlich mehr Spielraum für die Wiederherstellung von Lichtern und Schatten. .raw-Dateien werden manchmal als das digitale Pendant zu einem Filmnegativ bezeichnet.
Da .raw-Dateien unverarbeitete Sensordaten speichern, können sie recht groß sein. Sie sind in der Regel deutlich größer als JPEG-Dateien und in der Größe in etwa vergleichbar mit TIFF-Dateien, obwohl verlustfrei komprimierte Varianten erheblich kleiner sein können.
Fast alle Hersteller digitaler Kameras verwenden ihre eigenen proprietären RAW-Formate statt der generischen .raw-Erweiterung. Canon verwendet .CR2 und das neuere .CR3, Nikon verwendet .NEF, Olympus verwendet .ORF, Sony verwendet .ARW und Fujifilm verwendet .RAF. Die wortwörtliche .raw-Erweiterung wird von einer kleineren Gruppe von Herstellern verwendet, darunter Panasonic (ältere Modelle), Leica, Contax, Casio und Phase One Mittelformatkamera-Rücken.
Sicherheit
RISIKO: LOWEine Kamera-.raw-Datei ist passive Bilddaten - Sensorwerte und Metadaten, kein ausführbarer Code - daher ist das Öffnen sicher. Die Vorsichtsmaßnahmen sind nicht malwarebezogen: Raws sind groß und oft proprietär, also sichern Sie Originale und ziehen Sie DNG für die Langlebigkeit in Betracht; EXIF/Maker-Metadaten (Kamera, manchmal GPS, Zeitstempel) reisen mit der Datei - entfernen Sie sie vor dem Veröffentlichen, wenn Datenschutz wichtig ist. Beachten Sie außerdem, dass eine .raw-Datei möglicherweise KEIN Foto ist (Raw-Audio, rohes Disk-Image); zwingen Sie keine Foto-App auf eine nicht passende Datei.
Formatdetails
kurz gefasst- Rohes Audio (headerlose PCM) - Eine .raw-Datei kann unkontainerisiertes PCM-Audio sein - rohe Abtastwerte ohne Header (Abtastrate/Bittiefe müssen manuell angegeben werden); in Audacity über Importieren → Rohdaten öffnen.
- Rohes Disk-/Speicher-Image - Forensik- und Virtualisierungstools erstellen .raw-Dateien (auch bekannt als .dd/.img) - Bit-für-Bit-Disk- oder RAM-Dumps - kein Bild, das Sie in einer Foto-App anzeigen können.
- Rohes Binär-/3D-Voxeldaten - Wissenschaftliche und 3D-Tools exportieren einfache .raw-Arrays von Bytes (z. B. volumetrische Voxelgitter); die Bedeutung hängt vollständig von der erzeugenden Anwendung ab.
Programme zum Öffnen von RAW-Dateien
Technische Details
technische Spezifikation| MIME-Typ | image/x-raw |
| Formattyp | Binär, herstellerspezifisch; kein einheitliches universelles Layout über alle .raw-Dateien hinweg |
| Magic Bytes | Keine universelle Dateisignatur; TIFF-basierte Varianten verwenden Standard-TIFF-Byteorder-Markierungen (II oder MM) |
| Bittiefe | 12 oder 14 Bit pro Kanal (Sensor-Rohdaten); einige Mittelformat-Varianten speichern 16 Bit |
| Farbfilterarray | Bayer RGGB-Mosaik (die meisten Kameras); X-Trans-Mosaik in einigen Fujifilm-basierten .raw-Varianten |
| Demosaicing | Erforderlich - Pixeldaten werden vor dem Demosaicing gespeichert; Software muss Vollfarb-Pixel aus dem CFA-Raster interpolieren |
| Komprimierung | Von keiner (reines Pixel-Dump) bis verlustfrei, abhängig von der Variante |
| Weißabgleich | Wird als Multiplikatoren-Koeffizienten in Datei-Metadaten gespeichert; wird nicht-destruktiv in der Nachbearbeitung angewendet |
| Farbraum | Lineares Licht des Sensors; kein eingebettetes ICC-Profil in den rohen Pixeldaten selbst |
| Bekannte Nutzer der .raw-Erweiterung | Panasonic (ältere Modelle), Leica, Contax, Casio, Phase One Mittelformat-Rücken, bestimmte Nikon Filmscanner |
| Eingebettete Metadaten | EXIF- und MakerNote-Blöcke in TIFF-basierten Varianten vorhanden |
| Verarbeitungsbibliothek | LibRaw (aktiv gepflegt) und das ältere dcraw-Dienstprogramm parsen die meisten .raw-Varianten |
| Typische Dateigröße | 10-30 MB pro Frame, variierend je nach Sensorauflösung und Komprimierungsmethode |
| Dynamikumfang | Typischerweise 12-14 Blendenstufen aufgenommener Tonbreite, sensorabhängig |
| Veröffentlicht | 1990s-2000s (used literally as .raw by several camera/scanner makers) |
| Spezifikation | www.libraw.org |
RAW-Konvertierungen
Community Q&A
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