Was ist das HPG-Dateiformat?
.hpg ist eine HP-GL Plotter-Datei - eine Klartext-Vektorzeichnung, die als Stream von HP Graphics Language-Befehlen aus zwei Buchstaben gespeichert ist und an einen Stiftplotter oder eine Schneidemaschine gerichtet wird. HP-GL wurde von Hewlett-Packard Ende der 1970er Jahre für seine Stiftplotter eingeführt; der erweiterte Dialekt HP-GL/2, der Polylinien, Fülltypen, skalierbare Schriftarten und RTL-Raster-Passthrough hinzufügte, kam in den 1990er Jahren auf und ist die Version, die die meiste Software heute erzeugt.
Die Datei enthält ASCII-Mnemonics wie IN (Initialize), SP (Select Pen), PU (Pen Up), PD (Pen Down) und PA (Plot Absolute). Es gibt keine feste binäre Signatur - eine .hpg-Datei beginnt normalerweise mit IN; oder, bei HP-GL/2-Streams, mit einem Escape-Präfix %-12345X (der PCL/PJL Universal Exit Language-Sequenz). Da das Format reiner ASCII-Text ist, skaliert die Dateigröße mit der Komplexität der Zeichnung und nicht mit der Leinwandfläche.
.hpg ist eine von mehreren austauschbaren Erweiterungen für dieselbe Sprache: .PLT, .hpgl, .hgl und .gl2 Dateien sind strukturell identisch. Eine CAD-Anwendung, die in eine Datei plottet, kann je nach gewähltem Treiber auch PostScript oder PCL unter einem .hpg-Namen schreiben, daher ist es ratsam, die ersten Bytes vor der Verarbeitung zu prüfen.
Echte Stiftplotter sind heute selten, aber HP-GL bleibt die native Befehlssprache von Vinyl-Cuttern, Laserschneidern und einigen Großformatgeräten. Für die Archivierung oder Weitergabe technischer Zeichnungen wird die Konvertierung in SVG, PDF oder DXF empfohlen.
Sicherheit
RISIKO: LOWHP-GL .hpg-Dateien sind Klartext-Befehlsstreams und nicht ausführbar, daher stellen sie kaum ein direktes Risiko dar. Die praktischen Tücken sind nicht sicherheitsrelevanter Natur: Eine .hpg ist möglicherweise kein HP-GL (es kann PostScript oder PCL von einem CAD-Drucktreiber sein), sodass ein Viewer nichts anzeigt - prüfen Sie den Inhalt. Vermeiden Sie dubiose Download-Portale für «kostenlose HPGL-Konverter», die Adware/PUPs bündeln; bevorzugen Sie die oben genannten seriösen Viewer oder browserbasierte Konverter und laden Sie keine vertraulichen technischen Zeichnungen bei unbekannten Online-Diensten hoch.
Formatdetails
kurz gefasstProgramme zum Öffnen von HPG-Dateien
Technische Details
technische Spezifikation| Dateikodierung | 7-Bit ASCII-Klartext; keine Binärabschnitte im Standard-HP-GL; HP-GL/2 RTL-Rasterblöcke können binäre Pixeldaten innerhalb desselben Streams einbetten |
| Befehlssyntax | Zwei-Buchstaben-Mnemonics in Großbuchstaben, gefolgt von optionalen numerischen Parametern und einem Semikolon als Abschluss - z. B. `SP1;`, `PD100,200;`, `PA500,300;` |
| MIME-Typ | `application/vnd.hp-hpgl`; alternativ `application/hpgl` |
| Dateisignatur | Keine registrierten Magic Bytes; Standard-HP-GL beginnt mit `IN;`; HP-GL/2-Streams sind mit ESC `%-12345X` (PCL Universal Exit Language-Sequenz) vorangestellt |
| Koordinateneinheiten | Plotter Units (p.u.); Standardauflösung ist 40 p.u. pro Millimeter (0,025 mm Präzision); wird pro Auftrag durch den `SC` (Scale)-Befehl überschrieben |
| Dialekte | HP-GL (original, Ende der 1970er): grundlegende Stiftbewegungen, Linien und Bögen; HP-GL/2 (1990er): fügt gefüllte Polygone, Linienfülltypen, skalierbare Schriftarten und RTL-Raster-Passthrough hinzu |
| Farbmodell | Stiftbasiert: Farbe wird über die Stiftnummer via `SP` (Select Pen) zugewiesen; HP-GL/2 fügt den `PC` (Pen Color)-Befehl für die direkte RGB-Zuweisung zu jedem logischen Stift hinzu |
| Stiftkapazität | HP-GL/2 unterstützt bis zu 256 logische Stifte (`SP1`-`SP256`); jeder Stift hat seine eigene Zuweisung für Farbe, Breite und Füllmuster |
| Text- und Label-Unterstützung | Der HP-GL `LB`-Befehl bettet Textlabels in die Zeichnung ein; HP-GL/2 fügt `SD`/`CF`/`DT`-Anweisungen für skalierbare Schriftwahl, Zeichenabstände und Label-Abschlusszeichen hinzu |
| Kompression | Keine; der Befehlsstream wird unkomprimiert gespeichert; HP-GL/2 RTL-Rasterabschnitte können optional PCL-Kompressionsmodi innerhalb ihrer Binärblöcke verwenden |
| Skalierbarkeit | Vollständig auflösungsunabhängiger Vektor; skaliert ohne Qualitätsverlust auf jede physische Ausgabegröße, nur begrenzt durch die Seitengrößeneinstellung des Plotters |
| Typische Dateigröße | Einige Kilobyte für einfache Diagramme bis zu mehreren Megabyte für dichte technische Zeichnungen; die Größe wächst mit der Pfadkomplexität, nicht mit den Leinwandabmessungen |
| Austauschbare Erweiterungen | `.plt`, `.hpgl`, `.hgl`, `.gl2` und `.prn` tragen die identische HP-GL-Sprache; die Wahl der Erweiterung ist nur eine Anwendungskonvention, kein Formatunterschied |
| Plattformunterstützung | Windows, macOS und Linux über Viewer und Konverter von Drittanbietern; wird nativ von Stiftplottern, Vinyl-Cuttern und Laserschneidern interpretiert |
| Veröffentlicht | HP-GL late 1970s; HP-GL/2 1990s |
| Neueste Version | HP-GL/2 (with RTL extensions); language effectively frozen |
| Offener Standard | Ja · lizenzgebührenfrei |
| Spezifikation | en.wikipedia.org |
HPG-Konvertierungen
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