Was ist das DVR-Dateiformat?
Das .dvr-Dateiformat wird von CCTV- und Sicherheits-Digital-Video-Recorder-Systemen verwendet, um aufgezeichnetes Überwachungsvideomaterial zu speichern. Eine .dvr-Datei enthält den Videostream von einer oder mehreren Kameras, oft in einem proprietären Wrapper des Aufzeichnungsgeräts zusammengemultiplext.
Im Gegensatz zu Consumer-PC-Aufnahmen, die Windows Media Center als .dvr-ms speichert, werden einfache .dvr-Dateien von vielen verschiedenen Überwachungs-DVR- und NVR-Marken erzeugt - TVT, Grain Media, 247Security, WAPA und andere. Da es keinen einheitlichen .dvr-Standard gibt, verwendet jeder Hersteller seinen eigenen Container oder schreibt einen Raw-Stream ohne gemeinsamen Header direkt auf Festplatte.
Videodaten in einer .dvr-Datei sind typischerweise in H.264/MPEG-4 kodiert, obwohl ältere Systeme möglicherweise MPEG-2 oder einen herstellerspezifischen Codec verwenden. Einige Hersteller wenden eine leichte Verschlüsselung oder Verschleierung an, die generische Player daran hindert, die Datei zu öffnen.
.dvr-Dateien werden von Videoaufzeichnungsgeräten generiert - eigenständigen Rekordern, NVR-Geräten und Netzwerkkameras mit internem Speicher. Um sie auf einem PC abzuspielen, benötigen Sie in der Regel die mitgelieferte Herstellersoftware. Werkzeuge wie Amped DVRConv können viele Varianten in Standard-.avi-Container konvertieren, und VLC Media Player verarbeitet viele leicht umhüllte H.264-Streams.
Sicherheit
RISIKO: MEDIUMEine .dvr-Überwachungsdatei ist Videodaten, keine ausführbare Datei - aber der kleine player.exe, den CCTV-Systeme mit exportiertem Videomaterial bündeln, IST eine ausführbare Datei; starten Sie daher einen gebündelten Player nur von einem DVR, den Sie kontrollieren, und scannen Sie ihn vorher. Vermeiden Sie dubiose „DVR-Player/Konverter”-Downloads von Werbeportalen (häufiger Adware-/PUP-Vektor bei CCTV-Suchen). Bei Beweismittel-Videomaterial bevorzugen Sie die Offline-Konvertierung (Herstellerplayer, Amped DVRConv, FFmpeg) gegenüber öffentlichen Online-Konvertern, um vertrauliches Videomaterial privat zu halten und die Beweiskette zu wahren.
Formatdetails
kurz gefasst- Microsoft Windows Media Center - Aufgezeichnetes Fernsehen - WMC speicherte aufgezeichnetes Fernsehen tatsächlich als .dvr-ms (Windows XP MCE/Vista) und später als .wtv (Windows 7); die einfache .dvr-Bezeichnung für MCE ist weitgehend ein Missverständnis - die eigentlichen Dateien tragen diese Erweiterungen.
- ATI/CyberLink-TV-Tuner-Aufnahmen - Einige ältere PC-TV-Tuner-Software (z. B. ATI All-in-Wonder, CyberLink) schrieb Aufnahmen mit der .dvr-Erweiterung.
Programme zum Öffnen von DVR-Dateien
Technische Details
technische Spezifikation| Formattyp | Proprietäre Überwachungsvideoaufnahme - herstellerspezifischer Container oder Raw-Stream, ohne veröffentlichte Spezifikation |
| Container-Struktur | Variiert je nach Hersteller: Einige verwenden eine leichtgewichtige binäre Hülle mit kurzem Header; andere schreiben einen Raw-H.264- oder MPEG-Stream ohne Container |
| Primärer Videocodec | H.264 bei den meisten modernen DVR-Geräten; ältere Systeme verwenden möglicherweise MPEG-4 Part 2 oder MPEG-2 |
| Audiocodec | G.711 μ-law oder A-law PCM (Mono, 8 kHz) in den meisten Sicherheits-DVR-Systemen; einige Geräte zeichnen keine Audiospur auf |
| MIME-Typ | application/octet-stream (kein offiziell registrierter MIME-Typ für dieses Format) |
| Dateisignatur (Magic Bytes) | Keine universelle Signatur - variiert je nach DVR-Marke; viele Dateien beginnen mit herstellerspezifischen Bytes oder haben überhaupt keinen identifizierbaren Header |
| Verschlüsselung / Verschleierung | Leichtes XOR oder proprietäre Verschleierung, die von einigen Herstellern angewendet wird, um den unautorisierten Export vom Gerät zu verhindern |
| Mehrkanalaufnahme | Eine einzelne .dvr-Datei kann verschachtelte Streams von mehreren Kamerakanälen enthalten, typischerweise 4, 8 oder 16 Kanäle |
| Bildrate | Typischerweise 25 fps (PAL-Regionen) oder 30 fps (NTSC-Regionen); viele DVRs nehmen mit reduzierten Raten von 6-15 fps pro Kanal auf, um Speicherplatz zu sparen |
| Gängige Auflösungen | D1 (720×576 PAL / 720×480 NTSC), CIF (352×288) und 720p oder 1080p bei neueren HD-Systemen |
| Zeitstempel und Metadaten | Aufzeichnungszeitstempel, Kamera-ID und Geräteinformationen im proprietären Header eingebettet, sofern vorhanden; Feldlayout ist herstellerdefiniert |
| Dateigröße | Sehr variabel - Mehrkanalaufnahmen über mehrere Stunden können mehrere Gigabyte erreichen; Kanalanzahl, Bildrate und Komprimierungsgrad sind die Hauptfaktoren |
| Verwandte Formate | .dav (Dahua DVR), .264 / .h264 (Raw-H.264-Stream), .mp4, .avi - gängige Konvertierungsziele beim Export aus einem DVR |
| Begriffsklärung | Windows Media Center-Aufnahmen verwenden die eigene Erweiterung .dvr-ms, nicht die einfache .dvr; die beiden sind nicht verwandte Formate |
| Veröffentlicht | 2000s (digital surveillance DVR/NVR systems) |
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