Was ist das IMA-Dateiformat?
Dateien mit der Erweiterung .ima enthalten Disk-Images - rohe, sektorweise Kopien einer Diskette. Eine .ima-Datei kann von speziellen Anwendungen als virtuelles Laufwerk gemountet werden, auf das das System wie auf einen physischen Datenträger zugreift.
Das .ima-Format wurde ursprünglich als Standardformat für WinImage (veröffentlicht 1993) entwickelt. Heute werden .ima-Dateien am häufigsten zum Speichern von 3,5-Zoll-HD-Diskettenabbildern verwendet, wobei die Standardgröße exakt 1.474.560 Bytes (1,44 MB) beträgt. Emulatoren wie DOSBox, VirtualBox und QEMU nutzen .ima ebenfalls für virtuelle Boot-Medien.
Da das Format keinen Container-Header besitzt, wird es durch sein eingebettetes FAT12-Dateisystem und die 0x55AA-Bootsektor-Signatur bei Byte-Offset 510 identifiziert. .ima ist im Wesentlichen austauschbar mit .IMG und .VFD rohen Diskettenabbildern; die komprimierte Variante von WinImage verwendet die Erweiterung .IMZ.
Sicherheit
RISIKO: LOWEin rohes .ima-Abbild besteht aus passiven Daten ohne eigenen Code. Die eigentliche Gefahr liegt im Inhalt der Diskette: Alte Diskettenabbilder können Bootsektor-Viren aus der DOS-Ära oder infizierte ausführbare Dateien enthalten. Diese sind harmlos, solange sie nur als Datei gespeichert sind, können aber relevant werden, wenn Sie das Abbild in einem Emulator/VM booten oder auf eine echte Diskette schreiben - scannen Sie extrahierte Dateien und behandeln Sie unbekannte historische Boot-Disketten mit Vorsicht. Laden Sie Imaging-Tools nur von offiziellen Seiten (winimage.com, 7-zip.org) herunter, nicht von Repack-Portalen.
Formatdetails
kurz gefasstProgramme zum Öffnen von IMA-Dateien
Technische Details
technische Spezifikation| Kodierung | Binär (roher Byte-Stream) |
| Byte-Reihenfolge | Little-endian (FAT- und x86-Bootsektor-Felder) |
| Container | Rohes sektorweises Abbild; kein eigener dateibasierter Container oder proprietärer Header |
| Eingebettetes Dateisystem | FAT12 (1,44 MB und kleinere Disketten); FAT16 für größere Laufwerksgeometrien |
| Standard-Dateigrößen | 360 KB (DD 5,25 Zoll), 720 KB (DD 3,5 Zoll), 1.474.560 Bytes (HD 1,44 MB), 2.949.120 Bytes (ED 2,88 MB) |
| Bootsektor-Signatur | 0x55AA bei Byte-Offset 510-511 (Standard-x86-Bootsektor-Markierung) |
| OEM-String | 8-Byte ASCII bei Bootsektor-Offset 3 (z. B. «MSDOS5.0», «mkfs.fat») |
| Kompression | Unkomprimierte Rohdaten; das separate .imz-Format fügt zlib-Kompression auf derselben Abbildstruktur hinzu |
| MIME-Typ | application/octet-stream (generisch); application/x-ima (informell) |
| Kapazität des Stammverzeichnisses | 224 Einträge bei einem Standard-1,44-MB-FAT12-Abbild (festgelegt durch BPB-Felder im Bootsektor) |
| Laufwerksgeometrie (1,44 MB) | 80 Zylinder × 18 Sektoren/Spur × 2 Köpfe × 512 Bytes/Sektor |
| Datei-Identifizierung | Dateigröße passend zu einer bekannten Diskettenkapazität plus eingebettete FAT-Signaturen - es existiert keine dedizierte .ima-Magic-Number |
| Verwandte Formate | .img und .vfd teilen die identische Rohstruktur; die meisten Tools behandeln alle drei austauschbar |
| Emulator-Unterstützung | DOSBox, VirtualBox, QEMU und 86Box akzeptieren .ima direkt als virtuelles Diskettenlaufwerk |
| Veröffentlicht | 1990s (DOS/Windows floppy-imaging era; WinImage 1993) |
| Neueste Version | No versioned spec - a raw image; WinImage still distributes/creates .ima |
| Offener Standard | Ja · lizenzgebührenfrei |
| Spezifikation | www.winimage.com |
IMA-Konvertierungen
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