Was ist das F-Dateiformat?
Eine .f Datei enthält Fortran-Quellcode im spaltenbasierten „Fixed-Form“-Layout, das von den 80-spaltigen IBM-Lochkarten übernommen wurde. Fortran (Formula Translation) wurde 1957 bei IBM entwickelt und ist damit die älteste Hochsprache, die noch aktiv im produktiven Einsatz ist. Die Dateiendung .f signalisiert Compilern herkömmlicherweise Quellcode im Festformat - eine entscheidende Unterscheidung, da die Spaltenpositionen semantische Bedeutung tragen.
Regeln für das Fixed-Form-Layout:
- Spalte 1: Leerzeichen = ausführbare Zeile;
C,*oder!= Kommentar - Spalten 1-5: Anweisungslabel
- Spalte 6: Fortsetzungszeichen (jedes Zeichen außer Leerzeichen oder Null setzt die vorherige Zeile fort)
- Spalten 7-72: Rumpf der Anweisung
- Spalten 73-80: Optionale Sequenznummer (wird von modernen Compilern ignoriert)
Die Endung .f impliziert die FORTRAN 77 Fixed-Form-Syntax. Fortran 90 und spätere Versionen führten das Free-Form-Format ohne Spaltenbeschränkungen ein, welches .f90, .f95, .f03 oder .f08 verwenden sollte. Compiler wie gfortran und Intel ifx leiten die Quellcodeform aus der Dateiendung ab, sofern dies nicht durch Flags wie -ffree-form überschrieben wird.
Fortran dominiert das wissenschaftliche Rechnen: Numerische Strömungsmechanik, Klimamodellierung, Quantenchemie und Finite-Elemente-Analyse verwalten Millionen von Zeilen an altem .f Code auf HPC-Clustern. Der Standard ISO/IEC 1539-1 regelt die Sprache; die aktuelle Edition ist Fortran 2023.
Sicherheit
RISIKO: LOWEinfacher Text-Quellcode. Das Öffnen in einem Texteditor oder einer IDE ist völlig sicher. Ein Risiko besteht nur beim Kompilieren und Ausführen von nicht vertrauenswürdigem Fortran-Code.
Formatdetails
kurz gefasst- Generisches Quelldatei-Fragment - Einige Build-Systeme verwenden .f als Abkürzung für beliebige Eingabedateien; kontextabhängig, selten.
Programme zum Öffnen von F-Dateien
Technische Details
technische Spezifikation| Quellcode-Form | Fixed-form - spaltenabhängiges Layout, übernommen von 80-spaltigen Lochkarten |
| Spalten-Semantik | Sp. 1 = Kommentar-Flag (C/*/!); Sp. 1-5 = Label; Sp. 6 = Fortsetzung; Sp. 7-72 = Code; Sp. 73-80 = Sequenz |
| Implizierter Standard | FORTRAN 77 (ISO/ANSI X3.9-1978) - wird von den meisten Compilern aus der .f Endung abgeleitet |
| MIME-Typ | text/x-fortran |
| Kodierung | ASCII 7-Bit (historisch); moderne Compiler akzeptieren UTF-8 in Kommentaren und Zeichenfolgen |
| Free-form Gegenstücke | .f90 / .f95 / .f03 / .f08 für Fortran 90+ Free-Form-Quellcode (keine Spaltenbeschränkungen) |
| Compiler-Flag Überschreibung | -ffree-form (gfortran) oder -free (Intel ifx/ifort) erzwingt Free-Form-Parsing für .f Dateien |
| Geltender Standard | ISO/IEC 1539-1 (aktuelle Edition: Fortran 2023) |
| Primärer Bereich | Wissenschaftliches/HPC-Rechnen - CFD, Klimamodelle, Quantenchemie, Finite-Elemente-Analyse |
| Plattform | Linux, Windows, macOS, Unix, HPC-Cluster (Cray, IBM Power, etc.) |
| Typische Größe | 1 KB - 2 MB pro Quelleinheit |
| Alternative Fixed-form Endungen | .for, .ftn, .f77 (weniger gebräuchlich; gleiche Fixed-Form-Spaltensyntax) |
| Kompilierungsausgabe | Objektdatei (.o), die in eine ausführbare Datei oder Bibliothek gelinkt wird; kein Standard-Bytecode-Zwischenformat |
| Veröffentlicht | 1957 (FORTRAN I by IBM); .f extension standardized with FORTRAN 77 (1978) |
| Neueste Version | Fortran 2023 (ISO/IEC 1539-1:2023); compilers use .f90/.f95/.f03 for newer dialects |
| Offener Standard | Ja · lizenzgebührenfrei |
| Spezifikation | fortranwiki.org |
F-Konvertierungen
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