Was ist das CMP-Dateiformat?
.cmp ist eine Archivdatei, die von der PKWARE Data Compression Library (DCL) erstellt wurde. Das Format wurde von PKWARE entwickelt, einem Unternehmen für IT-Sicherheit und Datenkompression. Es verwendet den DCL-Implode-Algorithmus - eine Sliding-Window-Methode, die mit dem in Standard-ZIP-Archiven verwendeten DEFLATE verwandt ist, diesem jedoch vorausging -, um einen einzelnen Datenstrom ohne interne Dateinamentabelle oder Verzeichnisstruktur zu komprimieren.
Ein .cmp-Datenstrom beginnt mit ein oder zwei Header-Bytes, die den Literal-Kodierungsmodus (Binär oder ASCII) und die Wörterbuchgröße kodieren: 1 KB, 2 KB oder 4 KB. Darauf folgt eine Sequenz von Längen-, Distanz- und Literal-Tokens sowie eine abschließende End-of-Stream-Markierung. Es gibt keine feste Magic-Byte-Signatur, daher hängt die Identifizierung davon ab, die erzeugende Anwendung zu kennen.
DCL-komprimierte Daten finden sich häufiger eingebettet in anderen Formaten - wie alten Spielearchiven, älteren Installationspaketen und proprietären Datencontainern - als in Form von eigenständigen .cmp-Dateien. Die Dateiendung .cmp wird von vielen nicht verwandten Programmen mehrfach verwendet, weshalb der Kontext für eine korrekte Identifizierung entscheidend ist.
PKWARE bietet auch die PKWare Platform an, eine umfassendere Unternehmenslösung für den sicheren Dokumentenaustausch in Organisationen. .cmp-Dateien, die mit dieser Plattform verknüpft sind, sind nicht mit generischen DCL-Datenströmen austauschbar. Werkzeuge, die mit DCL-.cmp-Daten arbeiten können, sind unter anderem blast (der DCL-Dekomprimierer im zlib-Quellcode) sowie Hex-Editoren wie 010 Editor und ImHex zur Inspektion und Analyse.
Sicherheit
RISIKO: LOWEine DCL .cmp-Datei besteht aus passiven komprimierten Daten und ist nicht ausführbar, daher ist der Dateityp selbst risikoarm. Die praktische Gefahr liegt in der Fehlidentifizierung: Eine .cmp-Datei könnte tatsächlich ein anderes (evtl. proprietäres) Format sein, und das Dekomprimieren nicht vertrauenswürdiger Daten mit einem fehlerhaften Dekomprimierer könnte theoretisch Speicherfehler auslösen. Prüfen Sie Dateien mit einem Hex-Editor und verwenden Sie gepflegte Tools (zlib blast) anstelle von dubiosen „CMP-Öffner“-Downloads, von denen viele PUP/Adware sind.
Formatdetails
kurz gefasst- JEDMICS C4 komprimiertes Bild (CALS Raster Type 4) - Bitmap-Bild des US-Verteidigungsministeriums: 128-Byte-Header, Kachel-Index, dann 512x512 CCITT Group 4 Kacheln - gleiche .cmp (oder .c4) Endung, nicht verwandt mit PKWARE.
- Yamaha Keyboard Performance/Setup-Datei - Einige Yamaha PSR/Tyros Arranger-Keyboards speichern Registrierungs- oder Performance-Daten mit der Endung .cmp.
- Generische „Compare“- / Bitmap-Komponentendatei - Verschiedene CAD-, GIS- und Bildbearbeitungswerkzeuge geben .cmp für Farbtabellen, Vergleichs- oder Komponentendaten aus.
Programme zum Öffnen von CMP-Dateien
Technische Details
technische Spezifikation| Kompressionsalgorithmus | DCL Implode - eine von PKWARE entwickelte LZ77/Huffman-Sliding-Window-Methode, die sich von DEFLATE unterscheidet |
| Optionen für Wörterbuchgröße | Drei Größen über Header-Flag wählbar: 1 KB (Flag 4), 2 KB (Flag 5) oder 4 KB (Flag 6) |
| Literal-Kodierungsmodi | Binärmodus (0) oder ASCII-Modus (1), gewählt durch das erste Header-Byte, um die Token-Kodierung für den Datentyp zu optimieren |
| Dateistruktur | Rohe komprimierte Daten in einem Einzelstrom - kein internes Verzeichnis, keine Dateinamen oder Multi-Datei-Archiv-Wrapper |
| Magic Bytes / Signatur | Keine - die ersten Bytes sind DCL-Header-Flags, die Modus und Wörterbuchgröße kodieren, keine feste magische Zahl |
| Byte-Reihenfolge | Little-endian Bit- und Byte-Stream |
| MIME-Typ | application/octet-stream (kein formatspezifischer MIME-Typ für DCL .cmp registriert) |
| Mehrdeutigkeit der Endung | Die Dateiendung .cmp ist stark überladen und wird von vielen nicht verwandten Anwendungen verwendet; das erzeugende Programm muss zur korrekten Identifizierung bekannt sein |
| Typischer Einbettungskontext | DCL-Datenströme erscheinen meist als Blöcke in alten Spielearchiven, älteren Installationspaketen und proprietären Datencontainern statt als eigenständige .cmp-Dateien |
| Verschlüsselungsunterstützung | Nicht unterstützt - DCL ist ein reiner Kompressionsalgorithmus; Verschlüsselung muss separat auf Container-Ebene angewendet werden |
| Kanonischer Open-Source-Dekomprimierer | blast - im zlib-Quellcode enthalten (contrib/blast/) und speziell zum Dekodieren von DCL-Implode-Datenströmen geschrieben |
| Verhältnis zu PKZIP Implode | DCL Implode ist ein separater Algorithmus von PKZIP Implode (Kompressionsmethode 6); sie teilen sich den Namen, sind aber nicht austauschbar |
| End-of-Stream-Markierung | Ein dediziertes End-Token im Bitstream signalisiert den Abschluss, unabhängig von der physischen Dateigröße |
| Zugehörige Plattformen | Windows und DOS (historischer Ursprung); plattformübergreifend durch Einbettung der DCL-Bibliothek in Drittanbieter-Code |
| Typische Dateigröße | 1 KB bis mehrere MB je nach Quelldaten; das kleine Wörterbuch begrenzt die Kompressionsrate im Vergleich zu modernen Algorithmen |
| Veröffentlicht | 1990s (PKWARE Data Compression Library, DCL) |
| Neueste Version | PKWARE DCL (the 'implode'/'explode' algorithm; not separately versioned) |
| Spezifikation | www.pkware.com |
CMP-Konvertierungen
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